Lolli

Showdown "Lolli" of Cherokee Indian

_wsb_152x113_lollipapa

Father: CH Keepsake Outta My Way

Züchter / Breeder: Becky Tellilian (Louisville / USA)

_wsb_157x103_lollimama

Mother: CH Outrun´s Life in the Fast Lane

Züchter / Breeder: Jennifer Crytzer (Ohio / USA)

„Lolli“

!! Lolli wird von uns nicht in der Zucht eingesetzt. Sie ist unser Sport- und Familienhund, mit dem wir erfolgreich im Ralf Obedience und im Martialisch agieren !!

AKC / ASCA / UKC

(USA Import)

DOB:

Farbe / Color:

Augenfarbe / Eye Color:

Größe / Height:

Gewicht / Weight:

Rute / Tail:

HSF4:

 

 

08.04.2011

Black Tri

Braun / Brown

50,5 cm

13 kg

 lang (kupiert) / long (docked)

N / N (Frei durch Eltern)

Wie wir zu „Lolli“ gekommen sind…

Anfang 2011 durchforstete ich mit einer befreundeten Aussieszüchterin das Internet, auf der Suche nach einer Hündin aus den USA.
Mein langjähriger Traum sollte endlich wahr werden. Da der Genpool hier in Deutschland schon sehr eng geworden war, suchte ich einen „blutfremden“ Welpen mit wenigen bis kaum vererbbaren Krankheiten, entsprechendem Aussehen und attraktiven Charakter.

Ein paar Wochen gingen ins Land, in denen wir amerikanische Züchter Homepages studierten und uns nach Wurfplanungen erkundigten. 
Mein ursprüngliches Ziel war es, eine zu mir passende Hündin zu finden, um nach ihrer Zuchtzulassung den perfekten Deckrüden aus meiner Nachzucht ausfindig zu machen.
Denn was meine Nachzucht betrifft, da weiß ich wo ich dran bin und was drin ist. Alle sind gesundheitlich in einem einwandfreien Zustand und was mir persönlich am Wichtigsten ist: ein absolut souveränes, offenes Wesen und ein fester Charakter! Offen für alles und immer freundlich dabei.

Und dann fanden wir die Internetseite von Becky. Sie hatte gerade – vor drei Wochen – einen Wurf bekommen, der mir direkt zusprach. 
Leider werden die Aussies in der USA noch innerhalb der ersten drei Lebenstage kupiert. Daher hatten leider alle Welpen eine kurze, kupierte Rute. 
Die beiden Elternteile waren allerdings langrutig geboren. 

Aus diesem Wurf sagte mir am meisten die blacktri Hündin zu, die schon ihren Namen hatte. Die Kinder der Züchterin nannten sie – auf Grund ihres süßen Gesichts – „Lolli“!

Nach Prüfung des Pedigrees (Ahnenlinien), auswerten aller weiteren gesundheitlichen Checks von Lolli und nach langem Schriftverkehr mit der netten Züchterin Becky, entschieden wir uns dafür, Lolli nach Deutschland zu holen. WOW!

Ab dem Zeitpunkt verging die Zeit natürlich auf einmal ganz langsam, denn Lolli durfte erst mit 3,5 Monaten ausreisen aus Ohio / USA. Es gibt viele Bestimmungen, die einzuhalten sind, wenn ein Tier ausgeflogen wird. Ein tierärztliches Attest, dass Lolli in einem einwandfreien körperlichen Zustand ist und sie den weiten Flug über den großen Teich schafft.

Bis es soweit war und sie das Land verlassen durfte, herrschte ein reger Austausch von Bildern und Videos, m bei Lolli Entwicklung nichts zu verpassen. Wir waren schon sehr verliebt in unsere Sweet Lolli und konnten die zeit nicht abwarten. Viele Formulare mussten ausgefüllt und der Flug gebucht werden. Zum Glück griff mir meine Liebe Hilfe Petra unter die Arme!

Der Tag des Abfluges war da, nichts stand mir und meiner Lolli mehr im Weg – dachte ich….
Nachts erhielten wir eine Email von Becky, das Lolli Flug storniert wurde auf Grund eines Unwetters. Och nee nech, dachte ich, denn ich wollte mit meiner Freundin Alle eigentlich ganz früh los fahren Richtung Frankfurt, um Lolli am Flughafen abzuholen. 
Gut, kann man nichts machen. Meine Freundin in der Nacht angerufen, dass der Flug ein paar Tage später geht….hoffentlich. 
Dank dem Internet konnten wir den Flug verfolgen und wussten daher immer, wo sich meine Lolli gerade befindet. Ich war tierisch aufgeregt. 

Wir „Landeier“ an so einem großen Flughafen wie Frankfurt, oh weh. Das Flugzeug war schon längst gelandet und ich musste von einem Ort an den Anderen – hier etwas ausfüllen, hier etwas bezahlen. Zu guter Letzt haben wir uns noch auf dem Gelände vom Flughafen verfahren, sind aber – Dank eines Sicherheitsmannes, der mit uns sehr nachsichtig war – doch noch am richtigen Gate angekommen. Allerdings sah man ihm förmlich an, was er eigentlich von uns dachte: „Schau mal die zwei ´Blondinen´, haben mal wieder nicht verstanden an welches Gate sie müssen.“

Wir waren dann sehr froh und erleichtert als wir endlich am „Animal“ Bereich ankamen und eine sehr nette Tierbetreuerin mit unserer sweet Lolli auf dem Arm kam! Da war sie endlich, unsere Lolli, unser USA Mädel. Lolli hatte den weiten Flug, mit Zwischenlandung und Aufenthalt, dank der kompetenten Betreuerin sehr gut überstanden. Wir knuddelten erstmal mit Lolli und ließen sie auf der Grünfläche schnuppern und lösen. Sie war so offen und alles war total cool für sie, als wäre nichts gewesen. Oh Mann, was fiel mir für ein großer Stein vom Herzen.

Endlich traten wir mit ihr die Heimfahrt an. Lolli hat sich entspannt an meinen Füßen gelegt und geschlafen. Zu Hause angekommen wurden wir schon sehnsüchtig von meiner Familie, unserem Rüden „Dolittle“ und unserer Hündin „Luna“ erwartet.

Unser Dolittle sah sie an und man konnte direkt erkennen, was er wohl dachte: „Oh nee nech, das ist bestimmt ne freche Göre“. Unserer Luna war die Freude ins Gesicht geschrieben, sie schrie förmlich: „Juchuuu, nun habe ich endlich jemanden zum Spielen!“ 
Ja, das war ein schönes Gefühl zu sehen, dass sie sich gegenseitig akzeptierten.

Die Zeit verging, Welpenschule, Junghundegruppe und Lolli machte sich sehr gut. Sie ist ein Aussie, wie er im Buche steht: Zurückhaltend, vorsichtig und skeptisch Fremden gegenüber. Kannte ich so gar nicht, da meine anderen beiden sehr anhänglich und manchmal sogar ein wenig aufdringlich waren, beziehungsweise sind. Lolli ist anders, aber anders ist auch total schön, denn durch Lolli habe ich einen anderen Typ Aussie kennengelernt! Dafür bin ich sehr dankbar.

Lolli arbeitet gerne im Rally Obedience und Unterordnung. Das Mantrailing (Personensuche) habe ich auch mit ihr probiert und das macht sie sehr geduldig und mit Spaß. Leider wird es in unserer Umgebung nicht großartig angeboten. Meine Tochter Kiana lernt ihr Tricks und etwas Dog Dancing. Heute sind die beiden ein eingespieltes Team auf großen Hundeshows im Junior Handling, denn dort darf Lolli, trotz kupierter Rute, starten.

Die Zeit verflog und unsere Sweet Lolli entwickelte sich. Eine witzige, freche Göre, so wie unser Debitor es vorher gesagt hatte, lach. Nach dem Zahnwechsel sind dann vier Zähne leider nicht gekommen, was in unseren Zuchtbestimmungen als „Not for Breed“ – „Nicht für die Zucht geeignet“ betitelt wird. Leider, leider. Das war sehr traurig für mich, denn so verabschiedete sich mein wieder in weite ferne. Dennoch habe ich es schnell akzeptiert und Lolli so genommen wie sie ist.
Lolli ist unser spezieller Hund, der super mit meiner Tochter arbeitet, der wunderschön ist, manchmal frech und den wir bedingungslos lieben!